
01.03.26 –
Warum entscheidet in Rheinland-Pfalz noch immer die soziale Herkunft über den Bildungserfolg von Kindern? Wie sollen Kitas und Schulen die wachsenden Anforderungen in Inklusion, Ganztag und individueller Förderung bewältigen, wenn Fachkräfte fehlen und Ressourcen knapp sind? Wie gerecht ist ein Schulsystem, in dem die Realschule plus oft die Rolle der ‚Auffangschule‘ übernimmt, während Integrierte Gesamtschulen stark nachgefragt sind aber ein Wechsel dorthin für viele kaum erreichbar bleibt?
Auf diese Fragen gibt unsere Diskussionsveranstaltung am
Mittwoch, 11. März, um 18 Uhr im Gemeindesaal der Zweibrücker Versöhnungskirche (Röntgenstraße 10 )
kompetente Antworten. Das Thema lautet „Bildung gerecht gestalten: Soziale Chancen im rheinland-pfälzischen Schulsystem“. Im Fokus stehen die strukturellen Herausforderungen des Bildungssystems in Rheinland-Pfalz sowie Lösungsansätze für mehr Bildungsgerechtigkeit.
Als Gesprächspartner konnten wir gewinnen: Dr. Lars Anken, ehemaliger Mitwirkender der nationalen Armutskonferenz und ausgewiesener Kenner des Bildungssystems, Thomas Neu, Mitglied des Leitungsteams der Fachgruppe Grundschule der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Rheinland-Pfalz, sowie Diplom-Pädagoge Dominik Fey, Landtagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen für den Wahlkreis Zweibrücken. Die Diskussion wird sich mit der Frage beschäftigen, wie soziale Ungleichheiten den Bildungserfolg beeinflussen und welche politischen Weichenstellungen notwendig sind, um allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft gleiche Chancen zu ermöglichen.
„Bildung beginnt nicht erst in Schule oder Kita, sondern im Sozialraum. Bildungschancen dürfen kein Teil einer Standortlotterie sein“, betont Dominik Fey. „Wir müssen Bildung gesellschaftspolitisch und inklusiv denken: als eine Schule für alle, mit starken Strukturen vor Ort, verlässlicher Schulsozialarbeit und ausreichend Lehrkräften – und mit verbindlicher, transparenter Koordination statt unklarer Zuständigkeiten. Nur so gelingt Bildungsgerechtigkeit.“